Hilfe zur Pflege  & Grundsicherung

Hilfe zur Pflege

Dass die Mittel der Pflegeversicherung zur Finanzierung ambulanter und stationärer Pflegeleistungen meistens nicht ausreichen, ist hinlänglich bekannt. Was aber, wenn keine Pflegezusatzversicherung besteht? Wenn weder Einkommen noch Vermögen die anfallenden Pflegekosten decken können?

 

In solchen Fällen greift die Hilfe zur Pflege, eine Sozialleistung zur Unterstützung pflegebedürftiger Personen, die den notwendigen finanziellen Aufwand nicht mit eigenen Mitteln stemmen können.

 

Nur für Sozialhilfeberechtigte

Die Hilfe zur Pflege ist Teil der Sozialhilfe. Daher wird sie nur dann geleistet, wenn Einkommen und Vermögen (auch dasjenige von Eltern und Kindern) einen gewissen Mindestsatz nicht erreichen. Der Staat übernimmt dann die Kosten für notwendige Pflegeleistungen, die ansonsten nicht finanziert werden können.

 

Hilfe zur Pflege können Personen beantragen, die:

 

- sozialhilfeberechtigt sind

- ihren Pflegebedarf nicht durch die Pflegeversicherung abdecken können

- bei bestehenden Pflegeversicherungsschutz (ab Pflegegrad 1)

 

Grundsicherung

Die sogenannte Grundsicherung gibt es seit dem Jahr 2003. Sie steht nicht unmittelbar mit der Pflege in Verbindung, sondern soll den grundlegenden Lebensunterhalt von Menschen sicherstellen, die aus Altersgründen oder aufgrund voller Arbeitsunfähigkeit endgültig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind. Im Gegensatz zur Sozialhilfe wird das Einkommen von Eltern und Kindern bei der Grundsicherung nicht mit angerechnet. Übernommen werden die Kosten für die Kranken- und Pflegeversicherung, sofern diese anderweitig nicht gezahlt werden.